30 Jahre Stadt der vier Seebäder: Die Rostocker Erfolgsgeschichte geht weiter
04.08.2026
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Die Rostocker Seebäder Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide tragen auch künftig das Prädikat „Staatlich anerkanntes Seebad“.
Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung hat das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern am 4. August 2026 in Warnemünde die Urkunde zur erfolgreichen Reprädikatisierung an die Hanse- und Universitätsstadt Rostock übergeben. Damit wurde offiziell bestätigt, dass die vier Ostseebäder auch nach 30 Jahren sämtliche Anforderungen des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern erfüllen.
Das Seebad-Prädikat steht für hohe Aufenthaltsqualität, eine leistungsfähige touristische Infrastruktur sowie hervorragende Bedingungen für Erholung und Gesundheit. Darüber hinaus ist es ein wichtiges Qualitätssiegel für Gäste und Einheimische gleichermaßen. Grundlage der erneuten Anerkennung war ein umfangreiches Prüfverfahren des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern. Dazu hatte die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde (TZRW) gemeinsam mit den zuständigen Fachämtern der Hansestadt Rostock zahlreiche Gutachten und Nachweise erarbeitet.
Zeichen für Qualität im Tourismus
„Mit der erneuten Anerkennung würdigen wir nicht nur die hervorragende Entwicklung der Rostocker Seebäder, sondern setzen zugleich ein starkes Zeichen für Qualität im Tourismus. Die erfolgreiche Reprädikatisierung zeigt deutlich, dass sich Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide kontinuierlich weiterentwickeln. Das Kurortgesetz schafft hierfür eine verlässliche Grundlage und stärkt zugleich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Regionen. Von der modernen Infrastruktur und den attraktiven Angeboten in den anerkannten Orten profitieren Einheimische und Gäste gleichermaßen", betont Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit MV.
Die staatliche Anerkennung als Seebad erhielten die vier Rostocker Ortsteile erstmals am 15. Februar 1996. Nach den Vorgaben des damaligen Kurortgesetzes musste das Prädikat nach 30 Jahren erneut überprüft werden. Das Reprädikatisierungsverfahren bestätigte nun, dass sämtliche Voraussetzungen weiterhin erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem eine ausgezeichnete Badewasserqualität, überwachte Klima- und Luftverhältnisse, eine leistungsfähige medizinische Versorgung, gepflegte Strände sowie vielfältige Angebote für Erholung, Bewegung und Sport.
Weiterentwicklung in 30 Jahren
Seit der ersten Anerkennung hat sich in den Rostocker Seebädern vieles verändert. Die touristische Infrastruktur wurde kontinuierlich modernisiert und erweitert. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der Beherbergungskapazitäten, die Entwicklung der Yachthafenresidenz Hohe Düne, die Neugestaltung der Promenade, barrierearme Strandzugänge sowie moderne Tourist-Informationen. Gleichzeitig wurden Rad- und Wanderwege verbessert, die Thalasso-Kurwege geschaffen und zahlreiche Maßnahmen im Umwelt- und Küstenschutz umgesetzt.
Auch die touristischen Angebote wurden konsequent weiterentwickelt. Neue Gesundheits- und Wellnessangebote, familienfreundliche Freizeitangebote sowie Veranstaltungen über das gesamte Jahr hinweg tragen dazu bei, die Saison zu verlängern und die Rostocker Seebäder als attraktive Ganzjahresdestination zu etablieren.
Qualitätssicherung und Unterstützung
„Die erneute staatliche Anerkennung ist eine Auszeichnung, auf die wir gemeinsam stolz sein können. Sie bestätigt den erfolgreichen Weg, den unsere Seebäder in den vergangenen drei Jahrzehnten gegangen sind. Gleichzeitig verstehen wir das Prädikat als Ansporn, den Tourismus in Rostock gemeinsam mit allen Partnern weiterzuentwickeln. Davon profitieren unsere Gäste ebenso wie die Menschen, die hier leben. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die diesen anspruchsvollen Prozess mit großem Engagement begleitet haben“, sagt Eva-Maria Kröger, Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.
Die Reprädikatisierung ist weit mehr als eine formale Überprüfung. Sie dient der Qualitätssicherung und unterstützt die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern. Im Anerkennungsverfahren werden unter anderem Infrastruktur, medizinische Versorgung, Barrierefreiheit, Beherbergungsangebote, Umweltqualität sowie touristische Einrichtungen umfassend bewertet.
Einzigartige Erholungsräume
Außergewöhnlich ist dabei die Struktur der Rostocker Seebäder - Warnemünde bildet das lebendige touristische Zentrum mit maritimem Flair, während Hohe Düne, Diedrichshagen und Markgrafenheide jeweils eigene Schwerpunkte und Charakteristika einbringen – vom Yachthafen über naturnahe und waldreiche Küstenlandschaften bis hin zu ruhigen Erholungsräumen. Gemeinsam verbinden sie Stadt, Strand und Wald zu einem einzigartigen Gesamterlebnis.
Mit der jüngsten Novellierung des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern im Juni wurde die Gültigkeit neuer Anerkennungen künftig auf 15 Jahre begrenzt. Ziel ist es, den steigenden Qualitätsansprüchen der Gäste Rechnung zu tragen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kur- und Erholungsorte noch stärker zu fördern. Gleichzeitig trägt das Gesetz aktuellen Entwicklungen im Gesundheitstourismus Rechnung. Mit den neuen Prädikaten „Seebad mit Kurbetrieb“ und „See- und Thalassoheilbad“ können erstmals auch gesundheitsorientierte Angebote rund um die heilende Kraft des Meeres berücksichtigt werden.
Die erfolgreiche Reprädikatisierung ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde sowie zahlreichen weiteren Partnern und Fachbehörden.
Tourismus zukunftsfähig weiterentwickeln
„Die erneute Anerkennung bestätigt unseren hohen Qualitätsanspruch und motiviert uns zugleich für die kommenden Jahre. Themen wie Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Umwelt- und Klimaschutz sowie innovative und familienfreundliche Angebote werden unsere Arbeit weiterhin prägen. Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir die Rostocker Seebäder zukunftsfähig weiterentwickeln und ihre besondere maritime Lebensqualität dauerhaft sichern“, sagt Denise Johannßon von der Tourismuszentrale Rostock& Warnemünde.